(Ge)Fühl-Bar

Letzte Ansichten

Mittlerweile...
... ist sogar mehr als ein halbes Jahr vergangen 8-) Liebe...
Falk (Gast) - 21. Januar, 16:55
Und wieder ist mehr als...
Und wieder ist mehr als ein Monat vergangen 8-) Liebe...
Falk (Gast) - 21. Oktober, 19:01
So, da bin ich auch mal...
So, da bin ich auch mal wieder, allerdings sind Bilder...
Trick_17 - 24. September, 18:53
Ja, in der Tat rennt...
Ja, in der Tat rennt die Zeit nur so dahin. Letzte...
_Mo - 5. September, 10:20
Jetzt ist aber schon...
Jetzt ist aber schon wieder noch ein Monat zu Ende!...
Falk (Gast) - 1. September, 11:41
1 Motiv x 12/6
Und schon wieder ist ein Monat zu Ende und es wird...
_Mo - 30. Juli, 16:53
ThankU 12
Es ist leichter aufzulisten, was alles nervt oder nicht...
_Mo - 19. Juli, 19:53
Lieber Schlagloch, in...
Lieber Schlagloch, in dem Fall lag es tatsächlich...
_Mo - 4. Juli, 20:12
@ all: Danke für eure...
@ all: Danke für eure Glückwünsche zu meinem Bloggeburtstag...
_Mo - 4. Juli, 20:10
Stimmt, dazu fällt mir...
Stimmt, dazu fällt mir auch so einiges ein. In dem...
_Mo - 4. Juli, 20:09

Charakter-Bar

Egoload - Zielstrebiger Realist

Auf dem Nachttisch


Roger Hutchinson
Eine Straße in Schottland


Robert Skuppin, Volker Wieprecht
Das Lexikon der verschwundenen Dinge


Florence Hervé
Frauen und das Meer

Im CD-Player

Dienstag, 10. März 2009

Glück im Unglück

Nachdem der englische Besuch, der letzte Woche zum Todestag meines Bruders angereist ist, wieder in heimatlichen Gefilden weilt, nimmt die Arbeitswoche ihren Lauf.

Heute morgen fuhr ich zu einem Kunden. Eine einspurige Bundesstraße und mit 70 km/h ausgeschildert. Auf der Straße Pfützen vom weiterhin anhaltenden Regen. Plötzlich tat es einen Riesenschlag und Knall und ich hatte alle Mühe, den Wagen an den Fahrbandrand zu lenken. Das Ergebnis: Das knöcheltiefe Schlagloch, das wegen der Pfützen nicht zu erkennen war, hat mich den rechten Vorderreifen samt Felge gekostet :-(

Der freundliche Anzugträger, der mir im strömenden Regen helfen wollte ( ich habe mich in meinem Brass noch nicht mal richtig bei ihm bedankt ), mußte leider auch kapitulieren. Ich habe nämlich kein Ersatz- oder Notrad, sondern nur 2 Dosen mit Druckluft und irgendeiner Flüssigkeit, mit deren Hilfe man einen platten Reifen notdürftig "reparieren" kann, um bis zur nächsten Werkstatt fahren zu können. Bei einer kaputten Felge hilft das aber leider so gar nicht.

Statt Geld zu verdienen, habe ich bei absolutem Sauwetter eine Stunde auf den Abschleppwagen gewartet. In der Werkstatt dauerte es dann noch mal 2 Stunden, weil man den Reifen erst "besorgen" mußte.

Auch wenn ich noch Glück im Unglück hatte, habe ich für diese Woche die Nase gestrichen voll. Hat zufällig jemand Erfahrung, ob ich die Stadt für den Schaden haftbar machen kann ?

Samstag, 7. März 2009

Erinnerst Du Dich noch an mich ?

Es war Sommer an jenem Dienstag im März. Schon am frühen Mittag übersprang das Thermometer die 20 Grad-Marke, die Sonne schien warm von einem strahlenden, schon fast kitschigen Postkartenhimmel und die laue Luft war erfüllt vom aufgeregten Gesang der Vögel, der den vorausgegangenen trüben Winter endgültig Vergessen machen wollte.

Das Leben mutete ihr fast zynisch an, passten die äußeren Gegebenheiten doch so gar nicht zu der dumpfen Leere und dem bohrenden Schmerz in ihrem Inneren. Erst spät am Abend verließ sie das Haus, weil die Angst sie selbst in ihren vier Wänden nicht zur Ruhe kommen ließ. Mit gesenktem Kopf ging sie ziellos durch die leeren Straßen und zählte ihre bleischweren Schritte, um der quälenden Stimme hinter ihrer Stirn Einhalt zu gebieten. Ein nicht enden wollender Tränenstrom nahm ihr die Sicht und rann leise über ihre Wangen.

"Erinnerst Du Dich noch an mich ?" fragte der Mann, der plötzlich an der bereits vor Stunden geschlossenen Schneiderei vor ihr stand. "Wir trafen uns im letzten Jahr und haben uns leider wieder aus den Augen verloren. Um so mehr freue ich mich, Dich heute wiederzusehen".
"Sie irren sich und ich bin nicht in der Stimmung, mich blöde anmachen zu lassen" antwortete sie ihm barsch schon im Weitergehen, ohne den Blick wirklich zu heben. "Verzeih mir die Verwechlung" erwiderte er, blieb aber trotz ihrer abweisenden, fast schon arroganten Art an ihrer Seite. Schweigend gingen sie nebeneinander die dunkle Straße hinab. Nur ihre Schritte auf dem Kopfsteinpflaster hallten von den Häuserwänden wider und irgendwo bellte ein Hund. Auf Höhe der alten Eckkneipe streckte er ihr vertrauenserweckend die Hand entgegen. "Komm" sagte er und zog sie sanft durch die knarrende Holztür.

Kopfsteinpflaster

Abgestandener Zigarettenrauch schlug ihnen im Inneren entgegen. Drei Männer saßen an der Theke vor ihrem Pils und Korn und debattierten hitzig mit dem bierbäuchigen Wirt über das verlorene Fußballspiel vom vergangenen Wochenende. Ein anderer Mann saß auf einem wackligen Hocker vor den zwei blinkenden Spielautomaten, die er mit stumpfem Blick beidhändig mit Geldmünzen fütterte. Im Hintergrund plärrte ein deutscher Schlager aus einem knarzenden Lautsprecher.

Der Fremde führte sie zu einem abgelegenen Tisch am Fenster und half ihr zuvorkommend aus ihrer Jacke. Fünf Minuten später kehrte er mit zwei Tassen dampfendem Tee vom Tresen zurück und setzte sich ihr gegenüber. Sie bemerkte seine gepflegten Hände, die übereinander auf der Tischplatte ruhten, die teure, aber unaufdringliche Uhr an seinem Handgelenk und den feinen Stoff seiner Pulloverärmel und als sie erstmals kurz den Blick hob, schaute sie in zwei gütige, tiefblaue Augen.

Sie nahm den Beutel aus ihrem Tee, rührte gedankenverloren in der braunen Flüssigkeit und bedankte sich tonlos für das Taschentuch, das der Fremde ihr mit einem freundlichen Lächeln reichte. Nach einer gefühlten Ewigkeit begann sie leise zu reden. Von der Erkrankung und dem doch so plötzlichen Tod ihres Bruders vor zehn Tagen, von dem Schmerz, der ihr den Atem raubte, von den schlaflosen Nächten und von der Angst vor dem morgigen Tag, an dem sie ihren Bruder auf seinem letzten, irdischen Weg begleiten müsse. Sie sprach, immer wieder aufschluchzend, von der Leere, die er hinterlassen hatte und von dem surrealen Gefühl, dass sich die äußere Welt einfach weiterdrehte, obwohl in ihrem Inneren alles stillzustehen schien.

Der Fremde stand auf, kam um den Tisch herum und setzte sich neben sie. Mit warmen Fingern löste er sanft ihren Griff, mit dem sie die Teetasse umklammert hielt und schloß ihre Hand zwischen seinen ein. Er erzählte von seinen Begegnungen mit dem Tod. Er redete von seinem Bruder, der in seiner Jugend in seinen Armen starb. Er erzählte vom Tod eines Kameraden und den unzähligen Zivilisten, die vor seinen Augen ihr Leben im Bosnienkrieg verloren und in dem er selbst als Soldat schwer verletzt wurde. Und vom plötzlichen Herztot seiner Mutter, von der er sich nicht einmal verabschieden konnte, am Vortag seiner Heimkehr von der Front nach Deutschland.

" Feierabend für heute, Herrschaften" . Es war schon Nacht, als der Wirt sie als seine letzten Gäste zum Gehen aufforderte und die Tür hinter ihnen verschloß. Einvernehmlich schweigend gingen beide Hand in Hand durch die verlassenen Straßen. Nur hinter wenigen Fenstern brannte noch Licht. Vor ihrem Haus angekommen, nahm der Fremde ihr Gesicht in seine Hände. "Es ist ein guter Weg, den Du morgen gehen wirst, denn Du zeigst Deinem Bruder und Dir, wie sehr Du ihn liebst. Erinnere Dich an all die schönen Dinge, die Du mit ihm geteilt und erlebt hast und denke daran, dass Dir niemand jemals diese Erinnerungen nehmen kann. Es wird ein schöner Tag, denn die Sonne wird wieder scheinen und euch begleiten. Und auch ich werde bei Dir sein. Meine Hand wird warm und leicht auf Deiner Schulter ruhen und Dich durch den Tag führen". Nach einem letzten, liebevollen Blick und einem zart gehauchten Kuß auf ihre Stirn verschwand der Unbekannte, dem sie, entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit, ihr von Kummer und Angst überquellendes Herz einfach so ausgeschüttet hatte, in der Dunkelkeit.

In der Wohnung angekommen zog sie völlig erschöpft lediglich ihre Jacke und die Schuhe aus, legte sich angezogen auf ihr Bett und fiel, erstmals seit vielen Nächten, augenblicklich in einen tiefen und traumlosen Schlaf.

Dienstag, 3. März 2009

Der Himmel weint

<a href="">

Es gibt immer noch Tage, an denen ich zum Telefon greife, um Dich anzurufen. Und so manches Mal habe ich das Gefühl, dass Du jeden Moment lachend durch die Tür kommst.
Es sind die kleinen Dinge, die mir so oft die Tränen in die Augen treiben, wie z.B. ein Lied im Radio oder der Geruch Deines Lieblingsduftes. An anderen Tagen habe ich Angst, dass ich vergesse, wie Deine Stimme klang.....

2 Jahre ohne Dich....und nicht nur der Himmel weint....

1 Motiv x 12

Bei Isabella habe ich, leider etwas spät, eine schöne Aktion gefunden.

Da ich ohnehin der Nachzügler bin und die Zeit drängte, habe ich mir als Motiv den Blick von meinem Balkon ausgesucht. Hier also das 1. Foto für den Monat Februar, das am 28.02.09 entstanden ist.

Nr-03-v-28-02-09

Donnerstag, 26. Februar 2009

Geheimnisträger

Ich gehöre sicher nicht zu den Moralaposteln und eigentlich bin ich der Meinung, dass Jeder nach seiner Facon leben und glücklich werden soll. Und es ist für mich durchaus nachvollziehbar, dass eine Frau, die seit vielen Jahren unter der Lieb- und Sprachlosigkeit Ihres Mannes leidet, eine Zweitbeziehung mit einem anderen verheirateten Mann eingeht, auch wenn ich selbst diesen Weg für mich nicht wählen würde.

Aber auch wenn ich zu meinem Vater kein wirklich inniges Verhältnis habe, bringt mich das Geständnis meiner Mutter durchaus in einen Zwiespalt. Obwohl ich mich in gewisser Weise sogar für sie freue und sie es als reinen Vertrauensbeweis mir gegenüber ansieht, macht sie mich andererseits doch zur Mitwisserin einer Sache, die ich lieber nicht erfahren hätte.

Dienstag, 17. Februar 2009

Nix is mit Flügeln

Warum sich hier gerade nichts tut, fragen Sie smich ?

Ich könnte Ihnen jetzt erzählen, dass ich nach dem kleinen Höhenflug vom Jahresanfang wieder unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet bin.

Ich könnte Ihnen wieder etwas vom Schwindel erzählen, der mich über eine Woche lang mehr oder weniger zur Bewegungslosigkeit verdonnert hat. Und von der daraus resultierenden Existenzangst, die mich dann immer besonders plagt.

Ich könnte darüber lamentieren, dass ich bei einem Arsch ehemaligen Kunden immer noch hinter meinem Geld her renne und mein Hass mittlerweile so groß ist, dass ich ihm am liebsten mit einem Baseballschläger seine dicken, fetten Kniee zertrümmern würde. Und glauben Sie mir: das ist noch eine meiner harmlosesten Phantasien.

Ich könnte auch darüber jammern, dass mir dieses ewig trübe und saukalte Wetter mittlerweile völlig auf den Keks geht und dass ich es gründlich satt habe, mein Auto morgens freikratzen zu müssen.

Ich könnte noch viel mehr jammern, verteufeln und wehklagen, aber da es eh nix nützt und ich Sie nicht strapazieren möchte, verkneife ich es mir und gehe jetzt ins Bett.

Haben Sie ein wenig Geduld mit mir....das wird schon wieder.....

Donnerstag, 5. Februar 2009

Alle sieben Wellen

Alle-7-Wellen

Seit Wochen habe ich ungeduldig auf die Rückkehr von Leo Leike gewartet. Heute um 15 Uhr brachte der Bote endlich das noch druckfrische Exemplar. Nachdem ich schon "Gut gegen Nordwind" kaum aus der Hand legen konnte, habe ich gezögert, das Buch anzulesen, weil ich eigentlich hätte arbeiten müssen.

Und es kam, wie es kommen mußte: Bereits nach der 3. Seite hat mich der Mailaustausch von Emmi und Leo wieder so in seinen Bann gezogen, dass ich 5 Stunden lang weder ans Arbeiten- noch ans Essen gedacht habe. 5 Stunden, in denen ich das für meinen Geschmack viel zu kurze Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Einfach wundervoll.....und diesmal mit einem Ende, das auch mich versöhnt.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Das Ding mit dem Warten

Wir verbringen ca. ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen und ich glaube, dass wir nicht viel weniger Lebenszeit mit Warten verbringen.

Als Kind warten wir aufs Christkind und auf das Ergebnis der Klassenarbeit. Als Jugendliche darauf, endlich volljährig zu werden und Auto fahren zu dürfen. Die Freude darüber währt nur kurz, stellen wir doch alsbald fest, dass wir mit unserem Vehikel so manche Stunde im Stau verbringen. Keine wirkliche Verbesserung zu der Zeit, in der wir als Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel auf die Bahn gewartet haben.

Frauen warten auf das Ergebnis des Schwangerschaftstests und darauf, dass ihre frisch lackierten Nägel trocknen. Ganz zu schweigen von den schier endlosen Stunden, die wir Weiber erfolglos vor dem Telefon sitzen, um auf den Anruf unseres Traumtypen zu warten.
Und wieviel Stunden warten Männer darauf, dass die Liebste angezogen, geschminkt und ausgehfertig ist oder sich beim gemeinsamen Shoppen himmelherrgottnochmal endlich für ein paar Schuhe entscheidet ?

Werdende Eltern warten sehnsüchtig auf ihr Baby, unheilbar Kranke auf den Tod.

Wir stehen immer in der Schlange an der Kasse des Supermarktes, des Kinos oder des Fußballstadions, in der es am längsten dauert. Wir verbringen so viel Zeit in den Wartezimmern der Ärzte, dass wir selbst Medizin hätten studieren können. Und fast jeder von uns ist schon in der Warteschleife der Hotline z.B. seines Telefonanbieters in den Wahnsinn getrieben worden einer Stunde um Jahre gealtert.

Ich gebe zu, dass ich mich mit den Tugenden des Wartens, nämlich der Geduld und Gelassenheit, so manches Mal schwertue. Ich hasse es, Schlange stehen zu müssen oder beim Arzt, trotz vorheriger Terminabsprache, lange rumzusitzen.

3 Wochen lang habe ich nun leider erfolglos auf die Beantwortung eines Mails gewartet um schlußendlich erkennen zu müssen, dass keine Antwort manchmal auch eine ist. Deshalb auf diesem Wege danke für Alles, was Du für mich getan hast. Allein dafür, dass Du in meinen schwärzesten Stunden an meiner Seite warst, wirst Du immer einen Platz in meinem Herzen haben......

Sonntag, 1. Februar 2009

Vom Suchen und Warten

Heute morgen zeigte die Körperfettanalysewaage auch nach dreimaligem Wiegen 166,6 ( Kilometer, Fahrenheit, Liter ?) Irgendwas an. Es kann doch unmöglich sein, dass ich seit dem Batteriewechsel vor 3 Wochen 95 Kilogramm zugenommen habe, oder ? Ich gehe dann mal die Bedienungsanleitung suchen.....

Und welche Hiobsbotschaft steht in dem Einschreiben, das mir der Postbote gestern nicht zustellen konnte und das nun bis morgen früh in meiner Postfiliale schlummert und mir die Nachtruhe raubt ?

(Er)ziel-Bar
(Nach)Denk-Bar
Dank-Bar
Erinner-Bar
Furcht-Bar
Genieß-Bar
Hör-Bar
Les-Bar
Sonder-Bar
Über mich
Umzieh-Bar
Zitier-Bar
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren