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Charakter-Bar

Egoload - Zielstrebiger Realist

Auf dem Nachttisch


Roger Hutchinson
Eine Straße in Schottland


Robert Skuppin, Volker Wieprecht
Das Lexikon der verschwundenen Dinge


Florence Hervé
Frauen und das Meer

Im CD-Player

Freitag, 10. April 2009

Pimp my roof deck

Pünktlich zum sommerlichen Wetter und den Osterfeiertagen ist nun meine letzte Baustelle, mein Balkon, fertiggeworden.

Der graue, vermooste Steinboden ( ein Dauerproblem, da mein Balkon nicht überdacht ist ) war mir von Anfang an ein Dorn im Auge. Auf dem 5 cm schmalen Fensterbrett hatte nicht mal eine Kerze Platz. Die 25 cm breite Balkonbrüstung erwies sich als gefährlich, als der Wind einen Margaritenstamm samt Terracottatopf in die Tiefe riss ( Gott sei Dank war niemand im Garten unter mir ).

Mit tatkräftiger Hilfe eines Freundes habe ich den Boden mit Bangkirai-Platten ausgelegt und geölt. Die Fensterbank ( kann auf Maß im Baumarkt bestellt werden ) wurde auf 20 cm verbreitert. Und ich habe spezielle Halter gefunden, mit denen ich die Pflanzkästen befestigt habe, ohne die Schieferbrüstung zu beschädigen.
Nach zwei Großeinkäufen im Gartencenter grünt es nun. Zwei Stühle und ein Klapptisch aus wetterfestem Kunststoff-Geflecht bieten nicht nur zum Essen, sondern auch zum Frischluft-Arbeiten Platz. Der Single"Grill", den ich im Weihnachtsurlaub in Cuxhaven gekauft habe, röstet zwar auch Würstchen, wärmt aber eher an kühlen Abenden. Und auf meinem Wunschzettel zu meinem Geburtstag stehen div. Deko-Artikel aus Edelstahl wie z.B. ein Windrad und ein Wasserspiel.

Einzig offen ist noch die Beleuchtung. Da es keinen Stromanschluß auf der Terrasse gibt, werde ich mich wohl noch mal ins Baumarkt-Getümmel stürzen- und mich nach Solarlösungen umschauen müssen, wenn ich auch abends dort lesen möchte.

Die Fotos dazu gibt es hier.

Sonntag, 5. April 2009

ThankU 3

Es ist leichter aufzulisten, was alles nervt oder nicht funktioniert, statt dem, was einen dankbar, froh und/oder zufrieden macht. Ich neige leider viel zu oft dazu, die Dinge zu einseitig zu betrachten.

Dankbar bin ich diese Woche für:

den finanziell erfolgreichsten Monat meiner bisherigen Selbständigkeit
starke, tatkräftige Männerhände
den ersten deutschen Spargel
Milow: Ayo Technology
meinen Balkon
Papiertaschentücher
Olivenöl und Balsamico vom Lago
Brigitte und KBT

Dienstag, 31. März 2009

Körperlicher Verfall

Ja, geneigte Leser,

auch ich werde älter nicht jünger. Sie halten das nicht für eine bahnbrechende Erkenntnis und wußten das schon länger / immer ? Nun ja, gelesen habe ich auch schon davon, aber es ist doch etwas ganz anderes, wenn man es ganz plötzlich am eigenen Leib spürt und der grausamen Wahrheit ins Auge blicken muß.

Am Sonntag lag ich mit der allabendlichen Einschlaf-Lektüre im Bett und wunderte mich darüber, dass das kurz unter der Brust ruhende Buch nur noch verschwommen zu lesen war. Auf Bauchnabelhöhe nahmen die Buchstaben deutlichere Konturen an und weitere 10 cm tiefer konnte ich wieder scharf sehen.

Da mein letzter Sehtest schon bald sein Silberjubiläum feiert ein Weilchen zurückliegt, war ich heute beim Optiker. Und siehe da: mit 0,75 Dioptrin liest es sich mit Brille viel entspannter. 2 Stunden lang habe ich Brillen anprobiert und konnte mich nicht entscheiden. Übermorgen geht eine Freundin mit und dann schaun wir mal, ob es die eher unscheinbare oder die etwas auffälligere Variante wird.

Sonntag, 29. März 2009

ThankU 2

Es ist leichter aufzulisten, was alles nervt oder nicht funktioniert, statt dem, was einen dankbar, froh und/oder zufrieden macht. Ich neige leider viel zu oft dazu, die Dinge zu einseitig zu betrachten.

Dankbar bin ich diese Woche für:

Silbermond: Etwas bleibt
Bangkirai
Wettervorhersage für die nächste Woche
TÜV- und ASU-Plaketten
Weight Watchers Einkaufsführer 2009
reparierte Friedhofsbank
Locher und Klammerzange
Schmerztabletten
behobene Computerprobleme

Apropos Computerprobleme: Ich liebe Horst Evers :-)

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Donnerstag, 26. März 2009

1 Motiv x 12/2

Bei Isabella habe ich, leider etwas spät, eine schöne Aktion gefunden.

Hier also mein Foto Nr. 2 vom 26.03.2009:
Nr-02-v-24-03-09

Edit 26.03.2009:

Ab sofort findet Ihr alle vorangegangenen und nachfolgenden Bilder hier

Dienstag, 24. März 2009

Zeig mir Deinen Schreibtisch...

....und ich sage Dir, wer Du bist ?

Ich weiß nicht, ob diese Aktion Grundlage für ein Psychogramm sein soll, aber ich folge mal dem Beispiel von Herrn Phil und gewähre einen Blick in mein Innerstes auf meinen Schreibtisch:

Schreibtisch021

Edit 10.04.09:
Die gesammelten Werke der Aktion findet Ihr übrigens hier.

Donnerstag, 19. März 2009

ThankU 1

Es ist leichter aufzulisten, was alles nervt oder nicht funktioniert, statt dem, was einen dankbar, froh und/oder zufrieden macht. Ich neige leider viel zu oft dazu, die Dinge zu einseitig zu betrachten.

Deshalb gibt es ab sofort die neue Rubrik Dank-Bar, in der ich jede Woche die positiven Dinge, die mir begegnet sind, auflisten werde. Angeregt wurde ich dazu erstmalig übrigens von einem meiner Lieblingsmoderatoren meines liebsten Radiosenders ( sorry Münki ;-) ) und ausschlaggebend bestärkt von Gerhard.

Dankbar bin ich diese Woche für.....
Sonnenschein
lächelnde Menschen
Chief Inspektor Alan Banks
Frühlingsblüher
einen neuen, lukrativen Auftrag
hilfreiche Berater im Baumarkt
Antrieb

Freitag, 13. März 2009

Wo bist Du ?

Es ist noch kalt an diesem Freitag im März. Am Morgen hat es noch aus einem tiefgrauen Himmel geregnet und obwohl seit Anfang der Woche die ersten Zugvögel aus ihren Winterquartieren zurückkehren, konnte der von den Menschen so herbeigesehnte Frühling bis heute nicht die Oberhand gewinnen.

Am frühen Abend verläßt sie das Haus und fährt mit dem Auto in das nur wenige Kilometer entfernte Stadtviertel, in dem sie noch bis vor einem Jahr gewohnt hat. Auf Anhieb findet sie einen freien Parkplatz in der Straße, die fünf Jahre lang ihr Zuhause war.
Vor ihrem ehemaligen Küchenfenster hängt eine schäbige Kaffeehaus-Gardine. An der Bude gegenüber schlagen immer noch die gleichen Trinker, mit ihren Bierflaschen und Flachmännern in der Hand, die Zeit und den trüben Harz 4-Alltag tot.

Sie geht langsam durch die ihr noch vertrauten Straßen. Hinter vielen Fenstern flimmert das bläuliche Licht der Fernsehgeräte. Ein Stück weiter schließt die alte Schneiderin ihren Laden ab und winkt freundlich zu ihr hinüber, als sie ihre ehemalige Kundin wiedererkennt. Aus der griechischen Imbissbude nebenan weht der Geruch von Fett und Knoblauch zu ihr herüber und irgendwo weint ein Kind.

Schon von Weitem sieht sie, dass die Leuchtreklame der Eckkneipe ausgeschaltet ist. Die Speise- und Getränkekarte hängen schief, von der Sonne ausgebleicht und vom Regen gewellt, in dem zerkratzten Schaukasten an der Hauswand. Die Fenster sind so verschmutzt, dass ihr jeglicher Blick in das Innere verwehrt bleibt. Auf der hölzernen Eingangstür prangt ein neongrünes Graffiti und wo einst der Türgriff saß, klafft jetzt nur noch ein Loch.

"Erinnerst Du Dich noch an mich ? Wir trafen uns hier vor genau zwei Jahren..." will sie den Mann fragen, der ihr auf dem Rückweg zum Auto mit seinem Hund entgegen kommt, aber es gibt nichts an ihm, das sie an den Unbekannten von damals erinnert.

Ein paar Minuten später biegt sie spontan vom Heimweg auf den Parkplatz des Friedhofes ab. Die einzige Laterne am Eingang und ein paar flackernde Grablichter weisen ihr den kurzen Weg durch die Dunkelheit zu dem Ort, an dem sie sich zwei Jahren zuvor endgültig von ihrem Bruder verabschieden mußte. Wie immer hält sie stumme Zwiesprache mit ihm, während sie die mitgebrachte Kerze anzündet. Die Stille umhüllt sie watteweich, als sie vor dem Grab steht und ihren Tränen das erste Mal an diesem Tag freien Lauf läßt.
Durch den Tränenschleier hindurch sieht sie, wie sich die Wolkendecke für einen kurzen Augenblick teilt und den Blick auf den noch fast vollen Mond freigibt, der sich im nächsten Moment matt im schwarzen Granit des Grabsteines wiederspiegelt.

Auf dem Rückweg zum Auto spürt sie plötzlich die Hand, die warm und leicht auf ihrer Schulter liegt...

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