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Egoload - Zielstrebiger Realist

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Roger Hutchinson
Eine Straße in Schottland


Robert Skuppin, Volker Wieprecht
Das Lexikon der verschwundenen Dinge


Florence Hervé
Frauen und das Meer

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Montag, 3. März 2008

Ich trage dein Herz

Herz01

Ich trage dein Herz bei mir. Ich trage es in meinem Herzen.
Nie bin ich ohne es. Wohin ich auch gehe.....
Hier ist das tiefste Geheimnis um das keiner weiß.
Hier ist die Wurzel der Wurzel.
Und die Knospe der Knospe.
Und der Himmel des Himmels, eines Baumes Namens Leben.
Der höher wächst als unsere Seele hoffen-, unser Geist verstecken kann.
Das ist das Wunder, das den Himmel zusammen hält.
Ich trage dein Herz. Ich trage es in meinem Herzen. ( E.E.Cummings )

Mein Leben ist um so Vieles ärmer geworden, ohne Dich.....

Freitag, 22. Februar 2008

Pfänderspiel

Hand auf´s Herz: Wer von uns hat nicht schon einmal ein "Erinnerungsstück" aus seiner Lieblingskneipe mitgenommen ?

In seiner weit über Belgien hinaus bekannten Kneipe "Dulle Griet" in Gent hatte der Wirt vor 30 Jahren eine clevere Idee, dem Gläserklau ein Ende zu bereiten: Schließlich werden seine 250 verschiedenen Biere alle in separaten Gläsern serviert, die ihn je nach Exemplar bis zu € 65,-- pro Stück kosten.
Da er nicht befugt ist, Pässe oder Ausweise als Pfand zu verwahren, müssen seine Gäste bei Erhalt des Glases einen Schuh ausziehen, der in einem Korb hoch über dem Tisch aufgehängt wird. Erst bei Rückgabe des Glases gibt es den Schuh zurück.

Also Jungs, vor dem 1. Date in dieser Kneipe unbedingt frische und heile Socken anziehen ;-)

Gesehen hier

Sonntag, 17. Februar 2008

Das Ding mit der Fragilität

Die vergangene Woche war geprägt von 2 Ereignissen, die mich auch jetzt noch sehr beschäftigen:

Mein Vater mußte für eine Operation ins Krankenhaus. Von meinem Bruder abgesehen, ist unsere Familie bis dato von schweren Erkrankungen Gott sei Dank verschont geblieben.
Meinen Vater so ängstlich und zum Teil hinfällig und hilfebedürftig zu erleben, war schon ein "komisches" Gefühl. Auch wenn er die Operation gut überstanden hat und alle weitergehenden Untersuchungen ohne Befund blieben, bleibt die Erkenntnis, dass er mit seinen 67 Jahren auch nicht mehr der Jüngste ist. Die Angst vor der Tatsache, dass ich irgendwann auch meine Eltern verlieren werde, wiegt schwer. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich in einigen Tagen der Tod meines Bruders zum 1. Mal jährt.....

Eine wahre Tragödie erfuhr ich am vergangenen Freitag:
Der Lebensgefährte meiner absoluten Lieblingskundin hatte am Mittwoch einen schweren Unfall, bei dem er beide Beine verloren hat. Zwar schwebt er mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr, aber im Hinblick darauf, dass er ohnehin schon unter Depressionen leidet, bleibt es fraglich, ob und wie er mit seinem Leben in Zukunft zurecht kommen wird.....

Mir ist mal wieder klar geworden, dass das Leben etwas sehr fragiles ist. Dass in der nächsten Sekunde nichts mehr so sein muß, wie es in diesem Augenblick ist. Dass sich in der kaum meßbaren Zeit eines Wimpernschlages alles verändern kann.....

Vielleicht sollten wir weniger darüber klagen, was wir in unserem Leben vermissen, als uns vielmehr darüber freuen, was wir haben. Wenn wir gesunde Beine haben, sollten wir uns bewegen, statt so oft zu verharren. Haben wir einen regen Verstand, sollten wir ihn benutzen und uns klar machen, was uns wirklich wichtig ist im Leben, statt unsere Zeit mit Nebensächlichkeiten zu vertun. Wenn unsere Hände funktionieren, sollten wir die Aufgaben, die uns das Leben stellt, anpacken. Und wenn unsere Augen uns scharf sehen lassen, dann sollten wir hingucken....auf uns selbst....und auf Andere, denen es ( auch wenn man Leid nicht messen kann ) noch viel schlechter geht.....

Gesunde Beine....ein reger Verstand.....funktionierende Hände....scharfe Augen.....alles Dinge, die uns sehr reich machen und die wir als selbstverständlich ansehen. Aber das sind sie nicht......

Samstag, 2. Februar 2008

Frechheit

Im Rahmen meines Umzuges habe ich online auf der Seite der Post einen Nachsendeantrag für meine Briefsendungen gestellt. Diesen Service läßt sich die Post, im Gegensatz zu meinem letzten Umzug vor 5 Jahren, mittlerweile gut bezahlen. Beim Ausfüllen des Antrages habe ich die Option angekreuzt, dass meine neue Daten NICHT an Andere weitergegeben werden dürfen, auch wenn diese bereits meine alte Anschrift kennen.

Nach allseits erfolgter Adreßänderung bekam ich heute das 1. Mal meine Fernsehzeitung an die neue Adresse zugestellt.
Anbei auch eine Karte der Post: "Sie haben uns mit der Nachsendung Ihrer Briefsendungen beauftragt und gleichzeitig der Weitergabe Ihrer Adresse widersprochen.....Die Erfahrung zeigt, dass Abonnenten oftmals übersehen, dass Zeitschriften nicht nachgesandt werden......Um Beschwerden zu vermeiden und in Ihrem Interesse möchten wir sicherstellen, dass Sie auch nach Ihrem Umzug Ihre abonnierten Zeitschriften erhalten. Zu diesem Zweck teilen wir ausschließlich Verlagen, die Ihre alte Anschrift kennen, Ihre neue Anschrift mit. ..... Wenn Sie damit NICHT einverstanden sind, bitten wir um Rücksendung dieser Karte innerhalb von 10 Werktagen.....!

Hä ???

1. habe ich bereits bei Einrichtung des Nachsendeauftrages die Datenweitergabe ausgeschlossen.
2. trägt das Adreßetikett auf der Zeitschrift bereits meine neue Adresse, womit man davon ausgehen kann, dass ich die Adresse dort bereits geändert habe
3. finde ich es eine Frechheit, dass ich diese Karte zurücksenden soll, um meine bereits abgegebene Willenserklärung erneut zu bestätigen, da anderenfalls automatisch vom Gegenteil ausgegangen wird und meine Adresse dann doch weitergegeben würde.

Großzügigerweise übernimmt die Post das Porto für diese Karte !

Donnerstag, 31. Januar 2008

Umzug, Sturm und Helau

Es ist vollbracht: am vergangenen Samstag ist mein Umzug über die Bühne gegangen. Bereits am Freitag haben meine Helfer den Großteil meiner Möbel auseinandergeschraubt und die 65 vollgepackten Kartons im Keller zwischengelagert. Innerhalb von 3 Stunden war der 7,5 Tonner am nächsten Tag gepackt, sodaß wir bereits um 13 Uhr an der neuen Wohnung ankamen. 20 fleißige Hände schleppten unermüdlich Möbel und Kisten in die 2. Etage. Um 17 Uhr waren Küche und Schlafzimmer fertig aufgebaut und bis auf einen Frühstücksteller und eine Glaskaraffe mit Badeschaum gibt es keine Verluste zu beklagen.....

Gestern hatte ich den Übergabetermin für meine alte Wohnung. Erstaunlich, dass nicht ein einziger Moment der Wehmut dabei war....

Seit letztem Wochenende packe ich also meine Kisten wieder aus. Bis alles wieder an seinem Platz ist, wird es wohl noch ein bisschen dauern, aber es sind deutliche Fortschritte erkennbar.
Und selbst die Umschaltung von Telefon und DS durch die so oft gescholtene *elekom hat reibungslos geklappt.....

Von dem bisschen Chaos abgesehen, fühle ich mich in der neuen Wohnung schon sehr wohl, auch wenn die ersten Nächte relativ schlaflos waren. Heute werde ich mein Nachtlager allerdings im Büro aufschlagen. Hier tobt nämlich ein heftiger Sturm und ich gebe zu, dass ich ein wenig Panik schiebe, denn Wohn- und Schlafzimmer liegen genau an der Wetterseite. Aber auch daran werde ich mich mit Sicherheit gewöhnen und in ein paar Wochen darüber lachen :-)

Hätte mich das Radio heute morgen nicht mit einem Schunkellied geweckt, hätte ich als bekennender Karnevalsmuffel im Umzugsgewühl glatt Weiberfastnacht vergessen. Aber das soll Allen, die daran Spaß haben, die Laune nicht verderben....Also, Helau Ihr Jecken :-)

Mittwoch, 16. Januar 2008

Ein kurzes Lebenszeichen

Mein Umzug am 26.01. wirft seine Schatten voraus, weswegen ich derzeit auch nicht zum bloggen komme, sorry !

In meiner Wohnung sieht es chaotisch aus, sitze ich hier doch schon auf ca. 20 gepackten Kisten. Unglaublich, was frau so alles in ihren Schränken hortet: wofür braucht (wo)man 28 Garnituren Bettwäsche, 23 Vasen und 17 Tortenplatten in allen erdenklichen Formen ? Höchste Zeit, sich von frühem Schwiegermutter-Aussteuer-Gedöns zu trennen....

In meiner neuen Wohnung ist inzwischen alles vorbereitet. Der Maler hat ganze Arbeit geleistet: eine schön-rote Wand im Büro, eine blau-gewischte Küche, 2 schokobraune Akzent-Wände im Flur, das Schlafzimmer in 3 abgestuften gelb-Tönen und eine knallige gelb-orangefarbene Wand im Wohnzimmer....schön bunt :-) Auch die Lieferung und Aufstellung meiner Büromöbel klappte auf Anhieb und reibungslos.....

Für die nächsten Tage steht noch ein Großeinkauf im Baumarkt an (ich hasse diese Spielplätze für große Jungs :-( ).Dann müssen noch div. Kisten gepackt werden und die neue Wohnung wartet auf eine Grundreinigung. Langeweile habe ich also derzeit nicht.....

Geschäftlich stehe ich ziemlich unter Druck, denn ich arbeite derzeit an einem Projekt einer Personalberatung mit, das bis spät. Ende nächster Woche abgeschlossen sein soll..... Und dann hat mein Problemkunde am nächsten Donnerstag den Gerichtstermin für sein Gewerbeunterlassungsverfahren. Schaun wir mal, ob es seinen Laden Ende des Monats noch gibt......

Für "Insider" unnötig zu erwähnen, dass mein Körper auf all das entsprechend reagiert.....

Ach ja, gute Neuigkeiten gibt es auch: Nach 15 Monaten ist mein Bekannter nach seiner Verhandlung am vergangenen Dienstag endlich aus der Haft entlassen worden. Willkommen zurück im Leben, lieber A. !

Sonntag, 6. Januar 2008

Das Ding mit dem Loslassen

Nach fast 2 Jahren Funkstille bringt mich ein einziger Anruf immer noch aus der Fassung:

...weil die Stimme, die Worte und die Art immer noch Herzklopfen verursachen und noch genau so vertraut sind......

...weil auch nach 3 Jahren Abwesenheit viele Momente noch sehr präsent sind.....

...weil viele Dinge immer noch unausgesprochen sind.....

...weil es vom 1. Blick in die Augen eine unerklärliche und besondere Verbindung war/gibt.....

...weil immer noch Platz für so viele Phantasien, Wünsche und Sehnsüchte ist.....


...weil all das manchmal nicht ausreicht, eine Liebe auch leben zu können......


...weil diese Einsicht ( mal wieder ) zu der Erkenntnis führt, dass Loslassen eine wesentliche Aufgabe des Lebens ist....

Freitag, 4. Januar 2008

Jahresanfängliche Turbulenzen

Von wegen, das Jahr langsam angehen lassen.......Mein Januar geht turbulent los:

Mein Problemkunde hat Silvester den Termin für die Verhandlung seines Gewerbeunterlassungsverfahrens bekommen. Ende Januar wird also darüber entschieden, ob er seinen Laden weiter führen darf. Mit der Schließung ginge mein derzeit lukrativster Kunde verloren. Er selbst ist guter Dinge, dass er das Gericht zum Weitermachen bewegen kann. Da er es in den vergangenen 14 Monaten nicht geschafft hat, auch nur einen Cent seiner Steuerschulden zu begleichen und auch die laufenden Zahlungen nicht fristgerecht von ihm überwiesen werden, gehe ich eher vom Ende aus......

Nach 14 Monaten Haft hat mein Bekannter nun am 15. Januar seinen endgültigen Verhandlungstermin. Der gegnerische Anwalt und gleichzeitig neuer Lebensgefährte der Ex-Frau setzt alles daran, um A. dauerhaft in der Psychiatrie unterzubringen. Die Ex verweigert weiterhin jeglichen Kontakt ( auch z.B. unter Aufsicht des Jugendamtes ) zu den Kindern, sodaß erst nach dem offenen Verfahren über ein zukünftiges Umgangsrecht entschieden werden kann.......

Und zur Abwechslung auch mal etwas wirklich erfreuliches:
Mein bester Freund U. wird Vater. Nach der 2. Fehlgeburt vor nunmehr 4 Jahren und dem 40. Geburtstag seiner Freundin R. im vorletzten Jahr, hatten die beiden dieses Thema eigentlich endgültig abgehakt. Nun ist R. in der 14. Woche und es sieht gut aus. Also bitte Daumendrücken, dass es diesmal klappt !

Und bei Ihnen ?

Ach ja......schönes Wochenende :-)

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