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Egoload - Zielstrebiger Realist

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Eine Straße in Schottland


Robert Skuppin, Volker Wieprecht
Das Lexikon der verschwundenen Dinge


Florence Hervé
Frauen und das Meer

Im CD-Player

Freitag, 4. Juli 2008

Internationaler Tag des Kusses

Am kommenden Sonntag wird wieder weltweit der internationale Tag des Kusses gefeiert. Ob das Küssen vom Saugen an der Mutterbrust ( S.Freud ) kommt oder auf die Mund-zu-Mundfütterung ( I.Eibl-Eibelsfeldt ) zurückzuführen ist, darüber streiten sich die Wissenschaftler bis heute.

Charles Darwin sagt: "das Küssen ist uns nicht angeboren, aber die Veranlagung, uns ganz inniglich zu berühren. Dann ist der Kuss in der Tat in erster Linie ein Berührungsmoment. Letztendlich kommt das Küssen jedoch von der sexuellen Kontaktaufnahme. Wie andere Säugetiere auch, haben wir uns nämlich vormals am Hinterteil beschnüffelt und beleckt. Im Laufe der Entwicklung haben wir diese Geste von unten nach oben verlagert."

Fest steht, dass Küssen nicht nur Teil des Vorspiels ist und Spaß macht ( wenn man an einen guten Küsser geraten ist ;-) ), sondern auch noch äußerst gesund ist, denn beim Küssen wird sowohl das Glückshormon Endorphin und Adrenalin freigesetzt, als auch das Stresshormon Kortisol reduziert. Darüber hinaus ist Küssen Kreislauftraining, denn der Herzschlag steigt auf rund 110 Schläge pro Minute. Küssen kräftigt auch die Lunge. Statt 20 Atemzügen pro Minute sind es während des Küssens bis zu 60. Küsse sind Faltenkiller und machen schön, denn es werden 38 Gesichtsmuskeln beim Kuß aktiviert und trainiert. Und Küssen ist auch Fitnesstraining: In zwei Minuten werden 15 Kalorien verbraucht, so viel wie bei 100 Meter Joggen. Küssen ist gut für die Zähne, weil der Speichelfluß steigt und damit der Zahnschmelz gestärkt wird. Ein Kuss funktioniert wie eine kleine Schutzimpfung: durch den Speichel werden Bakterien ausgetauscht. Der Anteil der jeweils "unbekannten" regt die Abwehrkräfte an und verbessert damit das Immunsystem.

Kein Wunder also, dass eine amerikanische Studie ergeben hat, dass regelmäßiges, intensives Küssen die Lebenserwartung steigert.

Also: Don´t talk, just kiss.....und euch ein schönes Wochenende :-)

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Donnerstag, 3. Juli 2008

Desperate

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Sonntag, 29. Juni 2008

Deutschland an einem Sonntag im Juni

Deutschland um kurz nach 20 Uhr an einem Sonntag im Juni:
An der Tankstelle herrscht geschäftiges Treiben. Die letzten Bierkästen und Knabbereien werden hektisch im Kofferraum verstaut, ehe die Horde laut johlend, hupend und mit quietschenden Reifen vom PIatz fährt.Ich falle auf, weil ich die einzige bin, die ohne schwarz-rot-goldene Devotionalien unterwegs ist.

5 Minuten später spaziere ich durch "meinen" Park. Auf einer Bank genieße ich die letzten Sonnenstrahlen. 3 Walkerinnen schimpfen im Vorübergehen über ihre fußballverrückten Männer. Auf der Wiese gegenüber geht ein alter Mann mit einem noch älteren Hund mühsam Gassi.
Es ist still und ich bin allein. Nur ein paar Vögel zwitschern ihr Abendlied in der alten Weide über mir. Aus einer Fontäne plätschern bunt schillernde Wassertropfen träge in den kleinen See. Gelbe Ruderboote sind, wie Perlen an einer Kette, mit einem Seil am Ufer festgemacht und schunkeln sacht zu einer unhörbaren Melodie.
Ich atme Ruhe und Frieden ein. Und den Wunsch nach Veränderung, nach mehr Aktivität, weil es hier draußen so vieles gibt, für das es sich lohnt, meine Ängste zu überwinden.

Auf der Rückfahrt um 21.30 Uhr habe ich die Straße für mich allein. An der roten Ampel hängen der Geruch von gegrilltem Fleisch und Halbzeit-Entsetzensschreie von enttäuschten Fans in der Luft. Morgen ist wieder ein normaler Montag und es liegt an mir, was ich aus ihm machen werde. Der morgendliche Verkehr wird weniger sein, weil in der vergangenen Woche die Sommerferien begonnen haben und die Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel werden sich über freie Sitzplätze in den Bahnen freuen.

Die Euphorie der letzten Tage wird vergessen. Und wahrscheinlich werden die ausländischen Mitbürger, mit denen man sich in den letzten 2 Wochen beim Public Viewing singend in den Armen gelegen hat, für die üblichen Ignoranten morgen wieder Kanacken oder Spaghetttifresser sein.

Out of my head

Montag, 23. Juni 2008

Schlaflos

Eine fast völlig schlaflose Nacht mit Gewitter, Sturm und Albträumen liegt hinter mir.

Ich habe Schwindel, Kopf- und Rückenschmerzen.

Montag morgen und die Woche nimmt kein Ende......

Sonntag, 22. Juni 2008

Dutzi-dutzi-Tante

Wie ich hier schon berichtet habe, bekommen mein bester Freund und seine Lebensgefährtin ihr 1. Kind. Die Schwangerschaft verlief bis dato trotz aller vorherigen Bedenken ( Risikoschwangerschaft aufgrund des Alters und der vorangegangenen Fehlgeburten, Asthmatikerin ) relativ problemlos. Die Krankenhaustasche steht griffbereit ( Stichtag ist der 13. Juli ) und am vergangenen Wochenende waren Beide zu einem Geburtsvorbereitungskurs, der bei dem werdenden Vater einen eher zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat ;-).

Es heißt ja, dass jede Frau irgendwann in die Phase kommt, in der sie sich ein Kind wünscht. An mir ist das scheinbar völlig vorübergegangen. Vielleicht war ich im besten, gebärfähigen Alter zu sehr mit meiner Karriere beschäftigt und auch der damalige Freundeskreis bestand eher aus "Karrierefrauen", als aus Müttern.Vielleicht war mir im Unterbewußtsein aber auch einfach nur klar, dass ich immer die "falschen" dafür Männer hatte.

Nicht, dass ich Kinder nicht mögen würde, ganz im Gegenteil. Scheinbar habe ich ein besonderes Talent dafür, sogar die Kinder für mich zu begeistern, die sonst sehr schüchtern-, und Fremden gegenüber eher zurückhaltend sind. Ich denke, das liegt auch daran, dass ich nicht auf die Kleinen zustürze, ihnen nicht in die Wange kneife und dass ich keine "Dutzidutzi-Tante" bin. Ich halte mich da eher zurück und warte bis die Kinder auf mich zukommen und das klappt meist immer.

Nun werde ich also in ca. 3 Wochen zum ersten Mal in meinem Leben Patentante und stelle fest, dass mich dieses noch ungeborene Wesen vermehrt beschäftigt. Ich nehme die mir von den Eltern zugedachte Rolle sehr ernst und möchte für dieses Kind nicht nur im Notfall da sein oder als Geschenketante fungieren.

Ich mache mir Gedanken darüber, was ich Charlotte auf ihrem Lebensweg mitgeben möchte. So habe ich gestern schon ein schönes Buch gekauft, in dem ich alle gemeinsamen Erlebnisse und meine Gedanken für sie festhalten möchte, bis sie alt genug ist, um sie selbst zu lesen.
Apropos Lesen: ja, ich möchte Charlotte gern meine Liebe zu Büchern weitergeben, weil sie für mich ein unverzichtbarer Teil meines Lebens sind.
Sobald sie auf der Welt ist, werde ich für sie ein Sparbuch anlegen, weil ich es sinnvoller finde, Geld für die Ausbildung zur Seite zu legen, als zu den üblichen Festtagen die 8. Puppe oder den 5. Teddy zu kaufen.

So viel zum rationellen Teil ;-) Seit 2 Tagen stöbere ich in Baby-Shops und stelle erstaunt fest, dass mir bei der Vielfalt der Angebote so mancher Entzückensruf entgleitet. Ganz abgesehen von den wirklich süßen Klamotten, die es für die Zwerge gibt, entdecke ich ständig etwas Neues, was ich am liebsten sofort kaufen würde und ich muß mich wirklich bremsen und mir klar machen, dass ich ja "nur" die Patentante werde ;-) Allerdings verstehe ich jetzt den Kaufrausch werdender Mütter etwas besser ;-)

Bei 2 Dingen konnte ich absolut nicht nein sagen: Das 1. Geschenk ist eine plüschige Spieluhr , die Mozarts Wiegenlied spielt ( erwähnte ich, dass ich auch Musik liebe ? ;-) ). Und zum 2. fand ich dieses superflauschige Schmusetuch Foto0056
( ja, so heißen die Dinger wirklich ), an dem ich einfach nicht vorübergehen konnte und das ich am liebsten für mich behalten würde, wenn ich nicht schon so alt wäre ;-)

Passen Sie bitte auf mich auf und erinnern Sie mich bei passender Gelegenheit, dass ich KEINE Dutzi-dutzi-Tante werden wollte ;-)

Donnerstag, 19. Juni 2008

Zwangspause

Seit nunmehr 3 Tagen zwingt mich mein Körper im wahrsten Sinne des Wortes in die Knie:

Eine äußerst schmerzhafte Blockade im Schulter-Nackenbereich drückt mir, je nach seitlicher Kopfbewegung, die Arterie zum Gehirn ab, was dazu führt, dass es mir nicht nur ständig schwindelig ist, sondern mir gelegentlich "das Licht ausgeknipst wird". Äußerst unangenehm, insbes. des Nachts auf diese Weise geweckt zu werden, denn ich bin bekennender Seitenschläfer :-(

Also ist für den Rest der Woche Zwangsruhe angesagt: kein Autofahren, (möglichst) nicht am Rechner spielen arbeiten, viiiiiel Entspannung ( wie denn, wenn ich nicht mal liegen kann ? ), dafür Dauergast im Wartezimmer meines Heilpraktikers.

Schon doof, bei geschätzten 25 Grad Außentemperatur mit Schal und Heizkissen rumlaufen zu müssen :-(

Dienstag, 17. Juni 2008

Das Ding mit der Eifersucht

Es hat nur ein paar wenige Wochen gedauert, bis aus einer großen Liebesgeschichte für mich fast ein Albtraum wurde. Ich neige nicht zu Schnellschüssen und schalte auch bei akuter Verliebtheit nicht völlig den Verstand aus, aber ich habe wirklich gedacht, den Mann gefunden zu haben, auf den ich so lange gewartet habe. So viele Dinge stimmten einfach auf Anhieb und nach über 5 Jahren des Alleinlebens konnte ich mir plötzlich viele Dinge vorstellen, wie eine Beziehung langfristig aussehen könnte.

Auch wenn es erst kurze Zeit her ist, kann ich nicht mehr sagen, wann sich mein Gefühl verändert hat. Am Anfang war es einfach nur toll, viel Zeit miteinander zu verbringen. Ich habe die Anrufe früh am Morgen oder spät am Abend genossen, in denen er nur mal eben meine Stimme hören wollte, obwohl wir uns kurz vorher noch gesehen hatten. Ich hatte das Gefühl, dass er sich wirklich für mich interessiert, wenn wir stundenlang über unsere Vergangenheit, Lebenserfahrungen und Weltanschauungen geredet haben.

Vielleicht war der 1. Knackpunkt, dass er einen lange, mit Freunden geplanten Urlaub kurz vor der Abfahrt absagte, weil er einfach viel lieber mit mir zusammen wäre und sich eine ganze Woche ohne mich nicht vorstellen konnte. Natürlich war die Vorstellung auch für mich nicht ganz einfach, aber ich hätte ihm die Paddeltour von Herzen gegönnt und mich auf das ersehnte Wiedersehen gefreut. Dass seine Ex-Frau ihn damals nach 27 Jahren wegen eines Anderen verlassen hat, als er mit seinem Sohn allein im Urlaub war, wußte ich zwar, wollte ich in dem Moment aber wohl nicht bewerten.

Nachdem er wieder arbeiten mußte, wollte bzw. mußte auch ich dem Alltag wieder mehr Platz einräumen. Einerseits weil ich selbständig bin und Geld verdienen muß und andererseits aber auch, weil ich auch Zeit und Raum für mich brauche. Nicht, um um die Häuser zu ziehen, sondern vielmehr um mal wieder zu lesen, meine Wohnung zu putzen, meine Freundschaften zu pflegen oder ausgiebig in der Badewanne zu entspannen.

Er fühlte sich zurückgewiesen. Je mehr ich ihn um ein wenig Freiraum bat, um so häufiger wurden seine Anrufe, Mails und ( unangemeldeten ) Besuche. Auf meiner Geburtstagsfeier im Mai hat er den überwiegenden Teil meines Freundeskreises kennengelernt, was mir sehr wichtig war, damit er auch die Gesichter kennt, die hinter den Geschichten stecken, die ich ihm erzählt habe.
Insbes. meine männlichen ( absolut platonischen ) Freunde nahm er immer häufiger zum Anlaß, mir immer wieder unbegründet Vorwürfe zu machen. Er war völlig außer sich, als er mich früh am Morgen nicht erreichen konnte, weil ich im Bad das Telefon nicht gehört hatte, als ich mir die Haare gefönt habe. Und er fand es mehr als verdächtig, dass ich mir am gleichen Abend noch einmal die Haare gewaschen habe. Es gipfelte darin, dass er mich einmal mitten in der Nacht aufweckte, weil er just in dem Moment die Gewißheit hatte, dass ich eine Affäre mit meinem besten Freund U. hätte.

Fast täglich haben wir über seine Eifersucht gesprochen und ich habe ihm immer wieder gesagt, dass ich weder seine Ex-Frau, noch seine Ex-Freundin ( die ihn mehrfach mit ihrem halben Bekanntenkreis betrogen hat ), noch sein Vater bin, dessen Fremdgehen er schon in der Jugend miterlebt hat. Ich bot ihm meine Hilfe an und vermittelte ihm kzfr. einen Termin bei einem Therapeuten, mit dem er seine Vergangenheit aufarbeiten wollte.

Seine guten "Vorsätze" und Beteuerungen hielten meist nur wenige Stunden und so lange, wie er bei mir war. Sobald wir getrennt waren, ging der Anruf- und SMS-Terror ( ja, genau so empfand ich es mittlerweile ) los, an einem Spitzentag waren es 8 Mails und 7 Anrufe innerhalb weniger Stunden, obwohl er genau wußte, dass ich bei einem Kunden arbeiten war. Das Fass lief für mich endgültig über, als ich ihn am vergangenen Sonntag morgen zufällig dabei erwischte, wie er mein Handy kontrollierte, als er mich im Bad wähnte.

Nach 2 Wochen, in denen ich tieftraurig war und viel geheult habe, überwiegt mittlerweile einfach meine Wut. Ich bin wütend über die Respektlosigkeit, die Kontrollen und über die ständigen Grenzüberschreitungen. Ich habe eine Stinkwut, weil alle Anschuldigungen haltlos, unfair und aus der Luft gegriffen sind ( zumal ich aufgrund meiner Angststörung das Haus sowieso nur für die nötigen Dinge wie Arbeit, Einkäufe, Arztbesuche usw. verlasse ) und ich bin sauer auf mich selbst, dass ich mich für völlige Absurditäten wie z.B. das zweimalige Haarewaschen gerechtfertigt habe.

Aber ich bin auch froh, dass mein Kampfgeist mich daran erinnert hat, mich bei aller Verliebtheit nicht selbst aufzugeben und an meiner Identität und meiner nötigen und hart erarbeiteten Autonomie festzuhalten. Es macht mich sehr traurig, dass ich eine Liebe so schnell und auf solche Weise verloren habe und es wird sicher eine Weile dauern, bis ich das "verarbeitet" habe. Aber ich weiß jetzt auch wieder, dass ich lieben kann.

Für alle, die es interessiert oder betrifft: hier und hier gibt es Infos und Denkanstöße zu dem Thema und hier gibt es einen Test.

Montag, 16. Juni 2008

1. Blog-Geburtstag

Ob Fußball-Deutschland heute abend Grund zur Freude hat, wird sich gleich erst zeigen. Ich freue mich aber heute über meinen 1. Blogger-Geburtstag.

118 Beiträge habe ich in dem Jahr verfaßt, die von 9212 Besuchern gelesen wurden. Eine kleine Stammleserschaft kehrt mehr oder weniger regelmäßig hier hin zurück. Einige nette Kontakte haben sich entwickelt und ich freue mich immer noch über jeden Kommentar, auch wenn meine Antworten in den letzten Wochen eher spärlich gesät waren. Aber ich gelobe Besserung ;-)

Danke allen, die mich und meine Leser hier an ihren Ansichten teilhaben ließen / lassen.

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